LEBENSWERTES LANGENFELD

Attraktiver Wohnstandort zwischen den Rheinmetropolen

 

 

Langenfeld ist seit vielen Jahren ein erstklassiger Ort zum Leben, Wohnen und Arbeiten. Unsere Lage zwischen den großen Rheinmetropolen und in der wirtschaftlich sehr starken Rheinschiene macht uns zu einem attraktiven Standort.

 

Langenfeld verfügt über eine sehr breit gefächerte, mittelständisch geprägte Wirtschaftsstruktur. Die Langenfelder Unternehmen bieten derzeit knapp 30.000 Arbeitsplätze an und sorgen somit für den Lebensunterhalt und den Wohlstand dieser Menschen, durch die Gewerbesteuer für den Wohlstand unserer Stadt.

Ziel ist es, den Wirtschaftsstandort weiter auszubauen und zu stärken.

 

Langenfeld bietet eine hohe Lebensqualität. Eine sehr kompakte Stadtfläche ist von einem Grüngürtel umgeben, der vielfältige Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten bietet. Das Freizeitangebot in Langenfeld ist auch durch das große Angebot der Vereine und Organisationen in allen Bereichen ausgesprochen groß.

 

Langenfeld hat sich als wichtiges Mittelzentrum im Ballungszentrum Köln/Düsseldorf auch mit seiner Innenstadt und dem Einzelhandel etabliert. Trotz der Sogwirkung der Oberzentren zieht die Langenfelder Innenstadt zahlreiche Menschen aus den umliegenden Städten zum Einkaufen und Verweilen ein. Ziel ist es, besonders nach der Corona-Pandemie den Einzelhandel weiterhin zu fördern und auszubauen und vor allem inhabergeführten Einzelhandel weiter anzusiedeln. Eine attraktive Innenstadtgestaltung in Verbindung mit den vielen Veranstaltungen gehören zu einer hohen Attraktivität der Stadt.

Weiteres besonderes Merkmal ist die hohe Wohnqualität in Langenfeld. Eine Mixtur aus den verschiedensten Wohnformen mit einem besonderen Augenmerk auf junge Familien macht Langenfeld zu einem attraktiven Wohnort für Menschen von Jung bis Alt.

 

In einer solch attraktiven Stadt zum Leben, Wohnen und Arbeiten entsteht ein hohes Interesse des Zuzuges. Insofern ist Langenfeld ein gefragter Wohnstandort für alle Generationen.

 

Den Gesetzen der Marktwirtschaft folgend steigen die Preise für Bauland und es besteht der Bedarf und der Wunsch, weitere Wohnflächen zu erschließen. Die Baulandpreise in Langenfeld zählen zu den höchsten in Nordrhein-Westfalen. Das spricht für die hohe Attraktivität der Stadt und bestätigt die politischen Entscheidungen der letzten Jahre.

 

Es entstehen dadurch neue Herausforderungen, auf die Antworten zu finden sind. Dabei geht es auch um Wohnraum für Menschen, die kein hohes Einkommen haben.

Wir haben daher eine Baustrategie für Langenfeld für die nächsten Jahre aufgelegt, die diese Probleme lösen wird. Je mehr Wohneinheiten auf dem Markt verfügbar sind, umso größer ist die Chance, dass die Grundstücks- und Mietpreise sinken könnten. Dem gegenüber steht die begrenzte Zahl an verfügbaren Flächenpotentialen und der Wunsch der Langenfelder Bürgerinnen und Bürger, nicht jeden verfügbaren Quadratmeter neu zu bebauen. Insofern sind andere Lösungen gefunden worden.

 

In unserer Baustrategie 2025 sind verschiedene Parameter festgelegt worden. Langenfeld soll weiterhin bei 60.000 Einwohnern bleiben, der Grüngürtel ist wesentlicher Bestandteil von Langenfeld und wird nicht bebaut. Eine Verdichtung der Stadt mit Wohnungsbau ist notwendig. Die aktuell hohe Bautätigkeit und der Wunsch nach weiteren Ausweisungen von Bebauungsplänen führt jedoch dazu, dass die Bautätigkeit beschränkt und auf mehrere Jahre verteilt werden muss.

 

Darüber hinaus ist eine Lösung zu finden, wie wir alle Einkommens-Level mit bezahlbarem Wohnraum versorgt werden können.

Langenfeld hat mit 1.250 öffentlich geförderten Wohnungen einen hohen Anteil an Sozialwohnungen. Diesen Bestand gilt es zu erhalten. Da nach und nach Bindungsfristen einzelner Sozialwohnungen auslaufen, sind in den nächsten Jahren eine größere Anzahl von öffentlich geförderten Wohnungen in Langenfeld zu bauen.

 

Festzustellen ist in diesem Zusammenhang aber auch, dass aus der Bindung herausfallende Wohnungen auch danach als Wohnungen mit günstigen oder sogar Sozialmieten weiter zur Verfügung stehen.

 

Für die Schaffung von sozialem Wohnraum gibt es zwei Möglichkeiten.

Entweder die Gründung einer städtischen Wohnungsbaugesellschaft, oder die Auflage, dass alle Bauträger bzw. diejenigen, die mehrere Wohngebäude errichten möchten, schon per Bebauungsplan verpflichtet werden, sozialen Wohnungsbau umzusetzen.

 

Die Tatsache, dass in Langenfeld nur noch wenige Flächenreserven für den Wohnungsbau vorhanden sind, mindestens fünf große und erfolgreiche Bauträger am  Markt aktiv sind und die überdurchschnittlich hohen Grundstückspreise führen dazu, dass eine eigene Wohnungsbaugesellschaft kurz- und mittelfristig nicht erfolgreich sein kann.

 

Diese Wohnungsbaugesellschaft müsste mit einem hohen zweistelligen Millionenbetrag an Steuergeldern ausgestattet sein, um am Markt agieren zu können. Aufgrund des geringen Flächenangebotes könnte diese Gesellschaft wenig sozialen Wohnungsbau umsetzen. Unterm Strich würden hierbei viele Millionen Euro an Steuergeldern falsch investiert.

 

Daher beschreitet die Stadt Langenfeld seit mehreren Jahren den eingangs genannten anderen Weg, nämlich den, die Wohnungsbau betreiben um einen unternehmerischen Gewinn daraus zu generieren, verpflichtend aufzugeben, sozialen Wohnungsbau zu betreiben.

 

Über diesen Weg werden keine städtischen Steuergelder investiert und die Zahl der notwendigen neuen Sozialwohnungen kann nur so erreicht werden.

Bis 2025 werden auf diese Weise die aus der Bindung fallenden 210 Sozialwohnungen ersetzt.

Die in meinen zentralen Anliegen bereits geschilderte hohe Wirtschaftskraft als Garant für Wohlstand durch Arbeitsplätze ist geleitet von einer für Unternehmen und Bürgerschaft geringen Steuerlast in Kombination mit einer ebenfalls niedrigen „zweiten Miete“ rund ums Haus.

 

Die Senkung der Steuersätze und der Blick auf den Erhalt eines niedrigen Niveaus bei den  Gebühren und Abgaben sind zentrale Stellschrauben, die ich wirtschaftlich als bestes Konjunkturpaket definiere, welches sich aber nicht ausschließlich auf die Unternehmen als exklusive Nutznießer konzentriert.

 

Denn von unseren aktuell in drei Stufen auf 299 Prozentpunkte zum 1. Januar 2021 realisierte Steuersenkungspaket umfasst neben der Gewerbesteuer eben auch die Grundsteuer, die alle Haus- und Grundstückseigentümer und ihre Mieterschaft entlastet.

 

Mit diesen Steuersätzen und einer durchschnittlichen Belastung eines vierköpfigen Haushaltes im selbstgenutzten Eigenheim von knapp über 1.000 Euro liegt diese zweite Miete weiterhin auf dem Niveau der frühen 2000er Jahre.

Auch diese finanziellen Erleichterungen tragen dazu bei, den Wohlstand in unserer Stadt nachhaltig zu sichern – vor allem für Familien.

 

Auch mit diesen niedrigen Steuersätzen haben wir Langenfeld zukunftsfähig entwickelt und die nötigen Mittel und Reserven geschaffen, um auch schwierige Zeiten mit finanziellen Einbußen im städtischen Haushalt wie die aktuelle Corona-Pandemie zu schultern.

 

Viele Besucherinnen und Besucher aus anderen Städten sprechen mich immer wieder darauf an, wie sauber es in Langenfeld ist.

 

Wir haben schon früh begriffen, dass Sauberkeit und Sicherheit keine Auflistung, sondern eine Gleichung darstellt. Studien belegen dabei seit Jahren, dass Menschen sich in einer sauberen Stadt auch sicherer fühlen. Das kann sicherlich jeder nachvollziehen, der seinen eigenen Verantwortungsbereich, ob Wohnung, Haus oder Garten betrachtet.

 

Blicken wir in die Wohnsiedlungen und Langenfeld-typischen Anliegerstraßen erkennen wir schnell, dass es den Menschen ein großes Anliegen ist, ihr ganz persönliches Umfeld in Ordnung zu halten. Sie sorgen damit für eine Visitenkarte unserer Stadt, die sich sehen lassen kann.

 

Selbstverständlich bleibt hier und da auch einmal etwas liegen, oder läuft einmal aus dem Ruder. Dafür stehen in der Stadtverwaltung sowohl das Ordnungsamt, als auch der Betriebshof mit Rat und Tat zur Seite, um Mängel oder andere Auffälligkeiten schnellstmöglich zu beheben, zu klären oder zu beseitigen.

Mit unseren lokalen Ordnungspartnerschaften und unserer bewährten Kooperation mit der Kreispolizei Mettmann im Kriminalpräventiven Rat (KPR) sind wir selbstverständlich auch täglich für die Bürgerinnen und Bürger in Sachen Sicherheit vor Ort.

 

Sicherheit und Sauberkeit sind hohe Güter und Ausdruck für Lebensqualität und Wohlstand in unserer Stadt.

 

Mein Interesse gilt daher allen Maßnahmen, die diese sehr emotional besetzten Standortfaktoren auch weiterhin Qualitätsmerkmale unserer Stadt bleiben lassen – immer mit dem Blick auf mögliche Optimierungen, damit Sie sich auch weiterhin sicher- und wohlfühlen können in unserer Heimatstadt Langenfeld.

Langenfeld ist nicht nur von einem Grüngürtel umgeben, der ein attraktives Naherholungs-Angebot aufzuweisen hat, auch die innerstädtische Begrünung auf privaten und öffentlichen Flächen stehen für eine hohe Aufenthalts- und Lebensqualität.

 

Unsere attraktiven Naherholungsflächen im Grüngürtel sind nicht nur an den Wochenenden ein beliebtes Ziel von Spaziergängen und Radtouren, sondern auch interessante Erlebniswelten von Flora und Fauna, die auch in einer Stadt in der Rheinschiene jede Menge zu bieten hat.

 

Im Rahmen des Klimawandels lege ich ein noch größeres Augenmerk auf die Begrünung weiterer, auch innerstädtischer Flächen. Dabei gilt es ein Gleichgewicht zu finden zwischen der Begrünung und Entsiegelung auf der einen, und ausreichendem Raum für die vielfältigen Events und Aktivitäten, die Langenfeld ebenfalls ausmachen.

 

Am Beispiel des Marktplatzes wird deutlich, dass mit der Kombination aus Randbegrünung und Wasserspiel ein Platzcharakter mit hoher Qualität geschaffen werden kann, der Raum für einen attraktiven Wochenmarkt und unzählige weitere Events im Laufe des Jahres bietet.

 

Unsere grünen Gebiete machen in der Kombination mit unserem überregionalen Ruf als „Platz für gute Geschäfte“ und unserer hohen Wohn- und Lebensqualität den besonderen Reiz und die Attraktivität Langenfelds aus.

 

Lassen Sie mich an dieser Stelle nochmals betonen, dass unsere Stadt diesen Charakter behalten wird, denn auch mit einer maßvollen Bebauung an sinnvollen Stellen im Zuge der Innenstadt-Verdichtung bleibt der Grüngürtel unter meiner Regie unberührt. Ihn zu bebauen wäre die Verschwendung eines grünen Juwels inmitten eines der dichtest-besiedelten Ballungsräume auf unserem Kontinent.

Zu den zahlreichen Merkmalen, die Langenfeld über die Stadtgrenzen hinaus bekannt macht, gehört zweifellos unser uns weit vorauseilender Ruf als feierfreudige Stadt.

 

Kaum ein Wochenende in der Freiluft-Saison, an dem nicht irgendwo ein größeres Fest gefeiert wird. Für mich ein Ausdruck von Lebensfreude und Identifikation der Menschen mit ihrer Stadt und ihrem Umfeld.

 

Umso härter traf es uns alle, dass die Corona-Pandemie alle Großevents und viele weitere Veranstaltungen in diesem Sommer nicht möglich machte. Für viele Vereine sind diese Feten wichtige Einnahmequellen, mit denen sie ihre ganzjährigen Aktivitäten finanzieren und ermöglichen.

Der von mir als Verwaltungsvorschlag im Juni eingebrachte und einstimmig beschlossene Hilfsfonds, der auch Vereine mit zunächst 200.000 Euro in 2020 unterstützt, kann hier wertvolle Hilfe sein.

 

Schon seit Beginn der Corona-Pandemie stehe ich in engem Kontakt zu den Vereinen, die mich einmal mehr durch ihr enormes Engagement in dieser schwierigen Zeit beeindruckt haben. Denn fast alle Vereinsverantwortlichen, mit denen ich gesprochen habe, zeigten eine große Bereitschaft, zunächst alle in der eigenen Macht stehenden Kräfte zu mobilisieren, um diese rauen Zeiten zu schultern.

 

Eine Vereinswelt, auf die wir in Langenfeld stolz sein können und mit der wir die Corona-Krise lösungsorientiert bewältigen werden, um gestärkt aus ihr hervorzugehen, um hoffentlich schon bald wieder mit alle Langenfelderinnen und Langenfeldern die Feste feiern zu können, wie sie fallen.

 

Unser Langenfelder Ehrenamt ist und bleibt der wahre Reichtum Langenfelds, denn was hier in so bunter Vielfalt gelebt wird, ist zweifellos eine der tragenden Säulen unserer Gesellschaft. Diesen Menschen, die sich unentgeltlich für andere und damit für die städtische Gemeinschaft einbringen, haben und werden wir die Anerkennung zukommen lassen, die ihnen gebührt. Denn sie sind Vorbilder und die wichtigen Motoren einer von Generation zu Generation weitergegebenen Haltung, die die Hand zur Hilfe für andere reicht und sie nicht aufhält.

 

Diesen Schatz zu erhalten und diese Haltung zu pflegen ist unsere ständige Verpflichtung als Rat und Verwaltung – mit höchster Wertschätzung und, wenn notwendig, auch mit Hilfe in monetärer Form, wenn die vereinseigenen Kräfte nicht mehr ausreichen sollten.

Die aus dem 17. Jahrhundert stammende Niederungsburg „Haus Graven“ stellt nicht nur für die Stadt Langenfeld, sondern auch für die Region ein bedeutendes Kulturdenkmal dar und bietet den Bürgerinnen und Bürgern einen wesentlichen, identifikatorischen Fixpunkt im Stadtgefüge.

 

In den zurückliegenden Jahren hat sich die historische Wasserburg inzwischen zu einem beliebten touristischen und kulturellen Anziehungspunkt in der Region entwickelt.

Vor dem Hintergrund des zum Jahresende 2020 auslaufenden Mietvertrages ist es mir ein besonderes Anliegen, die Wasserburg auch zukünftig und langfristig der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

So ist es nach intensiven Verhandlungen gelungen, Haus Graven für einen Kaufpreis von 600.000 Euro zu erwerben.

 

Damit haben wir eines der wenigen Kulturdenkmäler der Stadt dauerhaft den Bürgerinnen und Bürgern als Anlaufpunkt gesichert.

 

Das erfolgreiche Kulturangebot durch das sich Haus Graven einen überregionalen Ruf erworben hat, kann auch in Zukunft weiter fortgeführt werden.

 

Darüber hinaus wird die Wasserburg zum Standort für den Klima- und Umweltschutz mit besonderem Fokus auf dem Bildungsaspekt.

 

In Zeiten des Klimawandels und der zunehmenden Sensibilisierung der Menschen für dieses Thema entsteht in der Wasserburg ein Bildungszentrum, das vor allem Kindern und Jugendlichen vielfältige Möglichkeiten des Klimaschutzes eröffnen wird. Damit erschließen wir neben den bisherigen Besucherströmen des kulturellen Portfolios nun weitere Zielgruppen, die Haus Graven von einer ganz neuen Seite erleben und für sich entdecken werden.

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MOBILITÄT

Verkehrswende mit Blick auf den Gleichklang von Auto, ÖPNV, Fahrrad und Fußgänger

 

Mit dem Stadtschlüssel setzen wir bereits seit Jahren einen bundesweit beachteten, digitalen Prozess um. Gemeinsam mit unseren Partnern arbeiten wir an der Weiterentwicklung dieses kontaktlosen Park- und Punktesystems zu einer Bürgerkarte. Diese Bürgerkarte wird viele weitere öffentliche und private Anwendungsmöglichkeiten bieten.

 

Mit dem Rückkauf des Straßenbeleuchtungsnetzes und der damit verbundenen Gründung der Digital- und Infrastrukturgesellschaft Langenfeld (DIL) wurde der Grundstock für eine schier unerschöpfliche Anzahl von digitalen Möglichkeiten im gesamten Stadtgebiet geschaffen, die uns auf dem Weg zur Smart City Langenfeld zukunftsfähig machen wird.

 

Dazu gehören unter anderem die vielfältigen Möglichkeiten der Sensorik, die den Menschen einen Mehrwert bringen. Dazu gehören beispielsweise die Messungen von Umweltdaten, Verkehrsströmen, Geschwindigkeiten und Besucherfrequenzen in der Innenstadt. Viele dieser Sensorikmodule sind bereits im Freizeitpark Langfort in der Testphase.

 

Personell sind wir sowohl mit einem neuen Geschäftsführer der DIL, als auch einem Digitalisierungsbeauftragten in der Stadtverwaltung bestens für die anstehenden Herausforderungen gerüstet.

Der Ausbau der A3 auf acht Fahrspuren ist für die Zukunftsfähigkeit des Standortes von großer Bedeutung.


An der knapp 15 Kilometer langen Ausbaustrecke zwischen Leverkusen und Hilden, liegen nicht weniger als vier Flora-Fauna-Habitaten (FFH) und mehrere Natur- und Landschaftsschutzgebiete. Der geplante Ausbau der A3 mit acht Fahrspuren und jeweils einem Standstreifen bedeutet dabei einen Flächenfraß mit nicht hinnehmbaren Eingriffen in diese bedeutenden Naturschutzgebiete.


Unter dieser ökologischen Abwägung setze ich mich für die Nutzung des Standstreifens als vierte Spur (Standstreifenlösung) ein, um die vorhandenen Naturschutzgebiete zu bewahren. Die Bürgermeister weiterer Anliegerstädte und der Landrat des Kreises Mettmann unterstützen meine Initiative auf allen Ebenen.

Gleichzeitig fordere ich optimale Lärmschutzmaßnahmen, die nach der derzeitigen Gesetzeslage vermeintlich nicht vorgesehen sein sollen.


Darüber hinaus setze ich mich nach wie vor für eine Verkehrsentlastung in Wiescheid und Immigrath ein, die aus der fehlenden Autobahnanbindung Solingens resultiert.


Da die Streckenführung der vor Jahren geplanten B229n über die Kreisdeponie in Immigrath und einer Straßenführung entlang der Bahnstrecke bis zur Unterführung in Landwehr mit den übergeordneten Ebenen nicht zu realisieren und ein heute nicht mehr zu verantwortender Eingriff in die Natur ist, nehme ich von dieser Variante Abstand.


Ich setze mich für die zügige Umsetzung der gutachterlich festgestellten Möglichkeit der Verlängerung der bestehenden Straße über die Kreisdeponie an die L288 (Ziegwebersberg) in Leichlingen ein.


Die Verlängerung der L403 von der Schneiderstraße in Immigrath bis Hilden ist in der ursprünglichen Variante nicht mehr möglich, da die geplante Trasse schon zum Teil bebaut ist. Mit dem 8-spurigen Ausbau der A3 unter Nutzung des Standstreifens wird die Kapazität der Autobahn maßgeblich erhöht. Ein massiver Eingriff in die Natur mit den zahlreichen schützenswerten Flächen für die Verlängerung der L 403 ist nicht vertretbar. Die Planungen zur Verlängerung der L 403 werden nicht weiterverfolgt.

Mit zwei S-Bahn-Stationen und unserem engen Netz an Haltepunkten für Buslinien in alle Nachbarstädte sind wir auch beim öffentlichen Personennahverkehr ein wichtiger Knotenpunkt zwischen den Rheinmetropolen.


Nach langen Verhandlungen mit der Deutschen Bahn hat diese zugesichert, die 10-Minuten-Taktung nach Köln zu ermöglichen, sobald das „Drehkreuz Köln Hbf.“ nach aufwendiger Umgestaltung ausgebaut sein wird.


Diese Zusage bindet uns auch in Richtung Süden der Region noch besser an.

Ferner setze ich mich für die Reaktivierung des Bahnhaltepunktes in Landwehr auf der Strecke Solingen – Köln ein. Dazu gibt es eine gemeinsame Initiative mit den bergischen Großstädten.


Selbstverständlich werden wir in enger Abstimmung mit den Verkehrsbetrieben Rheinbahn, „Wupsi“ und BSM weiter an der Optimierung von Taktungen und tarifzonenübergreifenden Angeboten arbeiten, um es Menschen, die den ÖPNV nutzen leicht zu machen in die Region zu fahren und vor allem aus der Region nach Langenfeld zu kommen. 


Innerhalb von Langenfeld steht zweifellos die Anbindung der Ortsteile Wiescheid, Mehlbruch-Gieslenberg und Teile von Immigrath auf der Agenda der ÖPNV-Optimierung.

 

Dieses Anliegen ist ein wesentlicher Bestandteil des Mobilitätskonzeptes, das aktuell entwickelt wird.

Mobilität bedeutet selbstverständlich nicht nur die motorisierte oder elektrische Fortbewegung auf Straße und Schiene, sondern auch die Nutzung des ebenso gesunden wie umweltschonenden Verkehrsmittels Fahrrad.


Unser städtisches Klimaschutzteam widmet dem Rad seit Jahren ein besonderes Augenmerk. Ob Fahrradstraßen wie in Reusrath oder Richrath, den Ausbau der Radwege auf und an den Straßen unserer Stadt oder so beliebte und öffentlichkeitswirksame Aktivitäten wie der Fahrradaktionstag im März oder die erfolgreiche Teilnahme am Stadtradeln – Langenfeld war und ist eine fahrradfreundliche Stadt und soll diese Stärke noch mehr ausbauen. Denn wir sind noch lange nicht am Ziel dessen angelangt, was ich mir für die Radlerinnen und Radler unserer Stadt wünsche.


Aufgrund der bereits bestehenden, guten Rahmenbedingungen wurde die Stadt Langenfeld in 2019 in die Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte (AGFS) aufgenommen. Aus den Erfahrungen und umgesetzten Projekten dieser Städte werden wir sehr schnell wertvolle Impulse für den  qualitativen Ausbau des Radverkehrs gewinnen.


Mit der im Juni neu eingestellten Mitarbeiterin im Klimaschutzteam haben wir eine kompetente Expertin gewonnen, die Mobilität und Radverkehr auch in Zusammenarbeit mit der AGFS weiter voran bringen wird, angefangen beim nun wieder aufgegriffenen Mobilitätskonzept, das durch die Corona-Pandemie leider einen kurzen Leerlauf erhalten musste.

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Generationengerechtigkeit

Als eine der ersten Städte überhaupt hat sich Langenfeld frühzeitig auf die Herausforderungen des demografischen Wandels vorbereitet und aufgestellt.

 

Durch unsere bundesweit beachteten Maßnahmen messen wir der „Generation Gold“ große Bedeutung bei, denn sie hat Langenfeld über Jahrzehnte zu dem lebens- und liebenswerten Ort gemacht, der es heute ist.

 

Für mich ist es ein Zeichen des Respekts und selbstverständlich auch die Wertschätzung gegenüber den Menschen, die hier wichtige Grundsteine für unsere heutige Stadt-Gesellschaft und die großartige Gemeinschaft gelegt haben, die wir heute über die Generationen hinweg leben.

Mit unserer Stadtteilarbeit und den vielen Netzwerken und Angeboten für die Menschen jenseits der 60, 70 oder 80 ist Langenfeld ein Ort, an dem man mit hoher Lebensqualität und großer Wertschätzung seinen Lebensabend genießen kann. Das schließt nicht aus, dass auch junge Familien bei uns ein besonderes Augenmerk erhalten und herzlich willkommen sind.

 

Es ist die große Stärke unserer demografischen Ausrichtung, dass wir vom Baby bis zu den Urgroßeltern Menschen jeden Alters in den Mittelpunkt unserer Bemühungen stellen und vor allem auf den intergenerativen Austausch setzen.

Die Stadtteilarbeit spielt dabei eine zentrale Rolle, denn hier besteht der direkte Kontakt zu den Menschen, die auf den Austausch in der Nachbarschaft vertrauen und sich so am besten in die lokalen Netzwerke einbinden lassen.

 

Bei uns in Langenfeld muss niemand allein bleiben und kann sich in Langenfeld bestens aufgehoben fühlen.

Der Begriff Generationengerechtigkeit verbindet für mich mehrere Themengebiete, vor allem aber die Bereiche Klimaschutz und Finanzpolitik. Sie ist dabei keinesfalls als Einbahnstraße von der alten in Richtung der jungen Generation zu verstehen, denn alle haben das Recht auf Lebensqualität und Wohlstand.

 

Im Klima- und Umweltschutz ist es selbstverständlich die Aufgabe der heute erwachsenen Generation, die Ressourcen zu schonen, um nachfolgenden Generationen eine Umwelt zu hinterlassen, in der es sich noch mit sauberer Luft, trinkbarem Wasser, lebendigem Grün  und einer nachhaltigen regenerativen Energiegewinnung leben lässt.

 

Hier gilt es aber, den heutigen Generationen ein Leben zu ermöglichen, das sich nicht bedingungslos und vor allem staatlich verordnet stringenten Einschränkungen unterwirft. Klimaschutz muss selbstverständlich auch heute sinnvoll und am Leben orientiert betrieben werden und in erster Linie auf Überzeugung und daraus resultierender Freiwilligkeit setzen.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Eltern und Großeltern eine hohe Empfänglichkeit für dieses Thema haben, da es selbstverständlich ist, den eigenen und damit auch allen anderen Kindern und Enkeln eine lebenswerte Zukunft zu ermöglichen.

 

Das gilt selbstverständlich auch für die finanzielle Weitsicht im Umgang mit den Mitteln.

 

„Die Schulden von heute sind die Steuern von morgen“, heißt es. Angesichts von Schuldenbergen die in vielen Kommunen in die Milliarden gehen, gilt schon heute der Satz „Die Schulden von heute können auch die Generationen von morgen nicht tilgen“.

 

Aus diesem Grund ist es unsere Verpflichtung, auch in Sachen Gestaltungsfreiheit den nachfolgenden Generationen eine Stadt mit Möglichkeiten zu hinterlassen. Es wäre unverantwortlich, heute von der Substanz und „auf Pump“ zu leben, um damit die Lasten den zukünftigen Generationen zu überlassen.

 

Wir haben das in Langenfeld schon lange erkannt und in die Tat umgesetzt, denn unsere Schuldenfreiheit und deren Erhalt seit nunmehr zwölf Jahren ist mit dem Blick auf die finanzielle Generationengerechtigkeit das stärkste Zukunftsprogramm für unsere Kinder und Enkel.

 

Doch auch hier gilt es, sich nicht auf Kosten der heutigen Generationen „kaputt zu sparen“, denn so, wie wir gemeinsam als städtische Gesellschaft und im Schulterschluss zwischen Rat, Verwaltung, Bürgerschaft und Unternehmen immer wieder den Gürtel enger geschnallt haben, wenn es darum ging, unsere Schulden- und Gestaltungsfreiheit zu erhalten, sollen auch die heute in Langenfeld lebenden Menschen dann partizipieren, wenn es die finanziellen Möglichkeiten zulassen.

 

Mit hohen Investitionen in die Infrastruktur und in die Stadtgesellschaft schaffen wir schon heute die erstklassigen Rahmenbedingungen für unsere bereits lebens- und liebenswerte Stadt. Dabei investieren wir nicht nur in die Gegenwart, sondern haben bei allen Planungen und Projekten stets die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt im Blick.

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DIGItalisierung greift auch die Smart city langenfeld auf

Die Digitalisierung ist selbstverständlich das Themenfeld der Zukunft schlechthin, denn auf dem Weg zur Smart City haben wir in Langenfeld ebenfalls bereits wichtige Meilensteine gesetzt und erreicht und sind täglich mit der Umsetzung neuer Innovationen und Anwendungen beschäftigt, die stets auf den Mehrwert für die Menschen, also für Sie ausgerichtet sind.

 

Eine Reihe von Projekten ist bereits umgesetzt. Viele weitere befinden sich in der Vorbereitung und bereits in der Testphase.

 

Dabei ist der schnellste Weg zu neuen Lösungen nicht zwangsläufig der beste.

Es ist verständlich, dass man sich von der Idee bis zur Umsetzung eines neuen Systems oder einer Anwendung möglichst kurze Zeiträume wünscht.

 

Um sinnvoll und vor allem benutzerfreundlich ausgerichtet zu agieren, kann und soll ein Entwicklungsprozess die notwendige Zeit und Testphase in Anspruch nehmen, um letztlich ein funktionierendes, anwenderfreundliches und vor allem sicheres Angebot zu gewährleisten.

Drei Kernbereiche der Digitalisierung

Mit dem Stadtschlüssel setzen wir bereits seit Jahren einen bundesweit beachteten, digitalen Prozess um. Gemeinsam mit unseren Partnern arbeiten wir an der Weiterentwicklung dieses kontaktlosen Park- und Punktesystems zu einer Bürgerkarte. Diese Bürgerkarte wird viele weitere öffentliche und private Anwendungsmöglichkeiten bieten.

 

Mit dem Rückkauf des Straßenbeleuchtungsnetzes und der damit verbundenen Gründung der Digital- und Infrastrukturgesellschaft Langenfeld (DIL) wurde der Grundstock für eine schier unerschöpfliche Anzahl von digitalen Möglichkeiten im gesamten Stadtgebiet geschaffen, die uns auf dem Weg zur Smart City Langenfeld zukunftsfähig machen wird.

 

Dazu gehören unter anderem die vielfältigen Möglichkeiten der Sensorik, die den Menschen einen Mehrwert bringen. Dazu gehören beispielsweise die Messungen von Umweltdaten, Verkehrsströmen, Geschwindigkeiten und Besucherfrequenzen in der Innenstadt. Viele dieser Sensorikmodule sind bereits im Freizeitpark Langfort in der Testphase.

 

Personell sind wir sowohl mit einem neuen Geschäftsführer der DIL, als auch einem Digitalisierungsbeauftragten in der Stadtverwaltung bestens für die anstehenden Herausforderungen gerüstet.

Als Dienstleister Nummer eins der Stadt geht selbstverständlich auch die Stadtverwaltung Langenfeld bei der Digitalisierung neue Wege.

Darunter verstehe ich eine umfassend digitalisierte Prozess-Struktur, die vieler Veränderungen in den bestehenden Systemen bedarf.

 

Ziel ist es dabei, dass möglichst viele Angebote und Dienstleistungen von den Bürgerinnen und Bürger schnell und unkompliziert von zu Hause aus erledigt werden können. Dazu gehört selbstverständlich auch ein Online-Bezahlsystem.

Da es keine Stadt gibt, die bereits heute diese digitalen Prozesse umfassend anbieten kann, werden diese digitalen Anwendungen in Kooperation der Städte und in Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern schrittweise entwickelt.

Einige Dienstleistungen werden bereits per App angeboten wie beispielsweise die Einkaufs-App „Meine ShoppingMItte“ und die gerade eingeführte „Müll-App“.

 

Weitere digitale Prozesse sind bereits in der Testphase und werden noch in diesem Jahr den Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung gestellt.

Mit der Prismaschule haben wir eine überregional beachtete digitale Vorzeigeschule.

 

Alle Räume sind mit digitaler Präsentationstechnik ausgestattet und alle Klassenverbände verfügen über digitale Endgeräte. Der digitale Unterricht ist fester Bestandteil des Schulalltags.

 

Auch an anderen Schulstandorten haben wir in den vergangenen Jahren intensiv digitalen Ausstattung gearbeitet. Mehr als 1,5 Millionen Euro wurden allein zwischen 2016 und 2019 flächendeckend in die IT-Ausstattung aller Schulen investiert.

 

Schon 2019 habe ich mit der CDU das Medienkonzept für alle Schulen mit Mitteln von über 6 Millionen Euro auf die Schiene gesetzt. Corona hat dafür gesorgt, dass wir viele dieser von Schule zu Schule unterschiedlich akzentuierten, aber dennoch vergleichbaren Konzepte schon vor dem ursprünglichen Zeitfenster 2024 realisieren werden.

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Vita im Überblick:


FRANK SCHNEIDER

  • 29.04.1963 in Langenfeld geboren, verheiratet, 1 Sohn
  • 1969 - 1973 Besuch der Städt. Gemeinschaftsgrundschule Am Brückentor
  • 1973 - 1983 Besuch des Konrad-Adenauer-Gymnasiums in Langenfeld
  • 1983 - 1986 Ausbildung bei der Stadt Langenfeld Rhld. zum Beamten des gehobenen nichttechnischen Dienstes
  • 1986 Abschluss der Ausbildung Diplom-Verwaltungswirt (FH)
  • 1986 – 1988 Haupt- und Personalamt der Stadt Langenfeld Organisation, Beschaffung und Wahlamt
  • 1988 - 1989 Bundeswehrdienst in Wuppertal
  • 1989 - 1995 Sozialamt der Stadt Langenfeld Allgemeine Sozialhilfe
  • 1995 - 1996 Haupt- und Personalamt der Stadt Langenfeld Organisation
  • 1996 - 2009 Persönlicher Referent von Bürgermeister Magnus Staehler
  • Seit 21. Oktober 2009 Bürgermeister der Stadt Langenfeld Rhld.